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Die großen Rätsel der Archäologie

Zahlreiche Geheimnisse konnten Archäologen bereits lösen, doch so manche Stätte und mancher Fund stellen sie immer noch vor Rätsel. Mit modernen Methoden versuchen sie, alten Kulturen weltweit auf die Spur zu kommen. 10 große Rätsel der Archäologie behandeln diese Inhalte aus dem Netz – empfohlen von der Spektrum-Redaktion.

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Spektrum Redaktion

Wer erbaute Stonehenge? Herrschten in Europas Altsteinzeit die Frauen? Wie funktionierte der Mechanismus von Antikythera? Und warum wurde die Metropole Teotihuacán zur Geisterstadt? Archäologen sind den großen Rätseln ihrer Zunft auf der Spur. In teils jahrelanger Kleinstarbeit lüfteten sie bereits alte Geheimnisse, doch oft genug stehen sie weiterhin vor ungeklärten Fragen. Woran Archäologen noch knapsen und was sie bereits wissen, steht in diesen 10 Beiträgen.

Bildquelle: PeskyMonkey / Getty Images

Von unseren Partnern

Frauen in der Altsteinzeit: Die Mär vom Matriarchat

Claudine Cohen
Spektrum

Jan Dönges, Spektrum: "Die Venus von Willendorf hatte Gesellschaft: Immer wieder tauchen bei Ausgrabungen die Statuetten üppiger Frauenkörper auf. Sind sie ein Beleg dafür, dass Menschen in der Altsteinzeit im Matriarchat lebten? Die Philosophin und Wissenschaftshistorikerin Claudine Cohen hält wenig von dieser Vorstellung."

Grönland: Warum die Wikinger nach 400 Jahren die Siedlungen wieder verließen

Berthold Seewald
WELT

JD: "Zwar war Grönland zur Wikingerzeit nicht ganz so eisig wie heute, aber auch nicht ganz so grün, wie der Name hoffen ließ, und mit dem lockte der Entdecker Erik der Rote die Auswanderer schließlich auf die Insel. Dort zu überleben war hart, aber machbar. Bis es das eines Tages nicht mehr war. Warum, das liest du hier."

Diente Stonehenge als Kalender?

Jakob Wetzel
Süddeutsche Zeitung

Karin Schlott, Spektrum: "Was war Stonehenge und wer erbaute die kolossale Anlage? Solche Fragen beschäftigen Fachleute. Einer von ihnen hat vorgeschlagen, dass die Rundanlage aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. als Sonnenkalender diente. Doch was ist dran an der These?"

Rätsel um Teotihuacán: Auf Spurensuche in der "Stadt der Götter"

Nadja Podbregar
scinexx.de

KS: "Teotihuacán – dort, wo die Götter erschaffen wurden – so nannten die Azteken eine verlassene Stadt mit gigantischen Pyramiden, Palästen und Wohnkomplexen. Wer dort einst lebte und herrschte, ist noch immer unklar. Doch allmählich kommen Archäologen dieser mittelamerikanischen Zivilisation des 1. Jahrtausends auf die Spur. In diesem Dossier bleibt fast keine Frage offen."

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Frühzeit Roms: Der rätselhafte Ursprung des Imperiums

Sebastian Hollstein
Spektrum

JD: "Auch die Ewige Stadt muss einmal einen Anfang gehabt haben. Sicher ist: Von der späteren Größe war damals vor rund 3000 Jahren noch nichts zu ahnen. Sonst ist nicht viel sicher. Der Geschichtsjournalist Sebastian Hollstein macht sich trotzdem auf die spannende Suche nach den offenbar recht feuchten Ursprüngen der antiken Megacity."

Was besiegelte den Untergang der Hethiter?

Lisa Lamm
NATIONAL GEOGRAPHIC

KS: "Um 1200 v. Chr. geriet die Welt der Mittelmeerregion in eine substanzielle Krise. Städte gingen unter, Staaten zerbrachen, Völker verschwanden. Darunter die Hethiter, die ihre Hauptstadt Ḫattuša abrupt aufgaben. Was ihren Untergang heraufbeschwor, ist nicht ganz klar. Nun kommen neueste Forschungen der Rätsels Lösung näher."

Der Mechanismus von Antikythera: Der "Ur-Computer" – ein antikes Wunder der Technik

Jan Björn Potthast
Deutsches Patent- und Markenamt

KS: "Es ist ein Fundstück, das es nicht geben dürfte – der Mechanismus von Antikythera. Im Jahr 1900 fischte ihn ein Schwammtaucher vom Grund des Ionischen Meers. Die Bronzefragmente entpuppten sich als Teile eines ausgeklügelten Zahnradgetriebes, genauer gesagt einer astronomischen Uhr. Was ist bisher bekannt über den mehr als 2000 Jahre alten Fund?"

Das Rätsel der Krone aus Grab 38

Jörg Römer
DER SPIEGEL

KS: "Troja, Mykene, Babylon, das alte Ägypten – sie alle waren hoch entwickelte Zivilisationen der Bronzezeit. Kaum bekannt ist, dass es eine solche Kultur auch im Westen des Mittelmeergebiets gab. 4000 Jahre alt, im Süden der Iberischen Halbinsel, genannt El-Argar-Kultur. Die ausgegrabenen Paläste und einzigartigen Funde bezeugen, dass diese Gesellschaft hierarchisch gegliedert war – und ihr vielleicht Frauen vorstanden."

Von unseren Partnern

Papyri: Der Bautrupp von König Cheops

Joachim Willeitner
Spektrum

JD: "Der Bau der großen ägyptischen Pyramiden war nicht die Aufgabe von Sklaven. Stattdessen gingen Bauleute mit Stolz und Selbstbewusstsein zu Werke. Das verraten 4600 Jahre alte Papyri mit den Aufzeichnungen von Teams. Am meisten weiß man heute über eine Crew mit dem knackigen Titel: „Begleiter des Boots mit Namen Der Uräus des Cheops ist sein Bug“. Vieles, was der Trupp binnen eines Jahres erlebt hat, ist dort verzeichnet. Nur wie sie die Pyramiden erbauten, das haben sie leider nicht erklärt."

GAG404: Not Found – Eine Geschichte über 404-Fehler der Geschichte [zum Hören]

Richard HemmerDaniel Meßner
"Geschichten aus der Geschichte" Podcast

JD: "Die Archäologie ist zuallererst eine Wissenschaft von Funden. Wo kein Fund, da also keine Wissenschaft? Nicht ganz. Manchmal ist es doch sehr aufschlussreich, wenn sich ein Ding oder ein Ort partout nicht finden lassen will. In Anlehnung an den berühmten HTML-Fehlercode 404 widmen die Geschichtspodcaster diese Folge dem Auf-immer-Verschwundenen, dem nie Dagewesenen, dem Unauffindbaren eben."

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